Au Pair in Kanada

Erfahrungsbericht von Bianca

Schon immer habe ich davon geträumt „perfekt“ Englisch sprechen zu können. Während meiner Schulzeit war ich allerdings noch nicht bereit, mich für einen längeren Zeitraum von meiner Familie und meinen Freunden zu trennen. Schließlich entschloss ich mich, meine Sprachkenntnisse nach dem Abitur in einem fremden Land zu erweitern. Heutzutage gibt es zig Angebote, wo und wie man einen Auslandsaufenthalt verbringen kann. Ich habe gemeinsam mit meinen Eltern auf diversen Internetseiten recherchiert und besuchte zudem noch eine Jugendbildungsmesse. Bei diesem Messebesuch stießen wir auf die Agentur „ActiveAbroad“. Die Ansprechpartnerinnen Vorort haben mit viel Freude und Enthusiasmus Ihre Erfahrung geteilt. Aus alledem entschieden wir uns für die Agentur „ActiveAbroad“ für die Organisation meines Auslandsaufenthaltes. Bereits in der Planungsphase standen uns die Mitarbeiterinnen um Frau Riedmaier in ihrer freundlichen Art zur Verfügung und unterstützten uns in vielen Belangen und standen immer Rede und Antwort. ActiveAbroad bietet neben den gekannten Programmen, wie Aupair oder Work & Travel auch die Möglichkeit sich in einem Demi-Aupair einzuschreiben. Das Demi-Aupair-Programm bietet meiner Meinung nach große Möglichkeit, die Sprache, nicht zuletzt aufgrund des Besuchs in einer Sprachenschule „richtig“ zu lernen und zeitgleich Erfahrungen mit Kindern in einer Familie zu sammeln. Ich entschied mich für ein Demi-Aupair-Programm in Irland und bewarb mich für eine Familie in Dublin.

Mein „Auslandsabenteuer“ begann im September 2018 und endete im März 2019. Das war eine der aufregendsten und spannendsten Zeit in meinem bisherigen Leben. Als ich in Dublin anreiste, holte mich meine Gastmutter dem jüngsten Kind vom Flughafen ab. Anfangs war es noch sehr aufregend. Zuvor hatte ich schon Kontakt mit der Familie. Wir haben telefoniert (Skype) und geschrieben. Ich fand sie schon am Telefon sehr nett und das hat sich bei meiner Ankunft in Dublin auch nocheinmal bestätigt. Zu meiner Gastfamilie gehörten neben der Mutter, ihren Ehemann sowie deren drei Kinder (8- jährige Tochter, 6-jährige Tochter, 2-jähriger Sohn). Auf die Kinder passte ich jeweils am Nachmittag nach meinem Schulbesuch auf. Ich bewohnte unter dem Dach ein eigenes Zimmer mit eigener Toilette, was sicherlich ein wenig Luxus bedeutete.

Was ist Demi-Aupair?

Als Demi-Aupair besucht man vormittags eine Sprachenschule. Dort wird einem die Grammatik der Sprache beigebracht, Vokabeln besprochen sowie deren Bedeutung erklärt. Aber auch Diskussionen über verschiedenste Themen ließen den Unterricht lebendig erleben. In der Schule traf ich Menschen aus aller Welt, sie erzählen über Ihre Lebensweisen, Herkunft und Sitten. Es war wirklich sehr interessant, sich mit ihnen auszutauschen. Einer meiner wichtigsten Bekanntschaften waren jedoch zwei Mädchen aus Deutschland. Mit ihnen entwickelte sich eine sehr enge Freundschaft. Nach der Schule ging es nach Hause, um meine Pflichten als Aupair nachzukommen. Ich muss zugeben, die mir zugedachten Aufgaben als Demi-Aupair, in meiner Familie sehr überschaubar waren, da ich nicht für die Erledigung von Haushaltsaufgaben vorgesehen war, sondern mich ausschließlich um die Kinderbetreuung kümmern sollte. Dazu zählte natürlich auch die Wäsche der Kinder zu waschen. Außerdem war ich für die Zubereitung des Abendbrots zuständig. Selbstverständlich spielte mit den Kindern am Nachmittag und unterstützte bei den Hausaufgaben, bis die Mutter von der Arbeit nach Hause kam.

An den Wochenenden hatten wir „Demi´s“ meistens frei. Ab und an habe ich in der Familie ausgeholfen, das war aber sehr selten der Fall. Meine Freunde und ich waren oft an der Trinity Universität in Dublin. Der Innenhof bietet eine schöne und gemütliche Atmosphäre, um einen Kaffee von Butlers (eine Irische Café Marke) auf einer Parkbank zu genießen. Natürlich durfte das für Irland berühmte Fudge nicht fehlen. Wir haben auch Ausflüge unternommen, um Irland kennen zu lernen. Direkt am zweiten Wochenende sind wir zusammen zu den „Cliffs of Moher“ gefahren. Leider hat uns das typisches irische Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten die wunderschöne Aussicht nur erahnen. An einem anderen Wochenende sind wir zusammen nach Galway gefahren. Galway ist eine sehr kleine, dennoch aber sehr schöne Stadt. Alleine die Häuser, die sich in der Nähe des Hafens befinden sind sehenswert. Durch die Monatskarte, die in meinem Fall von der Familie finanziert wurde, konnte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln Dublin sehr gut erkunden.

Fazit

Mein sechs-monatiger Aufenthalt in Dublin hat mich in vielen Dingen sehr geprägt. Zum einem bin ich mit der englischen Sprache vertrauter geworden und bin in der Lage mit Muttersprachlern sowie mit Menschen aus allen Herren Länder zu kommunizieren. Durch das alleine Leben in einer unbekannten „großen“ Stadt wurde ich noch Selbstbewusster. In meinen neuen Freunden habe ich eine „zweite Familie“ gefunden. Wir stehen noch immer in einem sehr engen Kontakt. Jeder, der sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt hat einen Auslandsaufenthalt einzugehen, kann ich nur bestärken diesen Schritt zu gehen. Diese Erfahrung macht man nur einmal im Leben, aber sie bleibt für immer! Aber bitte, entscheide du selbst für dich, ob du es dir zutraust! Ich habe meine Entscheidung nach Dublin zu gehen nicht eine Sekunde bereut und kann es jedem weiterempfehlen, da die Menschen sehr hilfsbereit und sehr freundlich sind. Vielleicht habe ich mich in Dublin/Irland so schnell Wohl (zu Hause) gefühlt, da es relativ klein, überschaubar und beschaulich ist.

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