Hey, ich bin Emily, 20 Jahre alt, und habe mich nach meinem Abitur dazu entschieden, als Au Pair bzw. Demi Pair nach Neuseeland zu gehen – und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Viele Menschen in meinem Umfeld haben mir davon abgeraten, ins Ausland zu gehen, und erwartet, dass ich direkt nach dem Abitur mit dem Studium anfange. Ich selbst habe mich dafür aber noch nicht bereit gefühlt und wusste, dass ich eine Pause von all dem brauche. Ich wollte reisen, neue Erfahrungen sammeln und meinen Horizont erweitern.
Deshalb bin ich am 6. November 2025 ins Flugzeug gestiegen und ans andere Ende der Welt geflogen. Trotz des anstrengenden Flugs habe ich mich sehr auf mein Abenteuer gefreut. Als ich in Wellington, Neuseeland, angekommen bin, wusste ich sofort, dass es die richtige Entscheidung war, als Au Pair nach Neuseeland zu gehen. Schon vom Flugzeug aus sah das Land atemberaubend schön aus, und auch bei meiner Ankunft waren alle Menschen unglaublich herzlich und hilfsbereit.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich so eine liebevolle Gastfamilie bekommen habe. Meine Gasteltern waren von Anfang an sehr offen und herzlich, sodass ich mich direkt willkommen gefühlt habe. Wir haben uns von Beginn an gut verstanden und ich hatte nie das Gefühl, „nur“ das Au Pair zu sein, sondern wirklich ein Teil der Familie. Auch die zwei kleinen Kinder haben nicht gefremdelt und mich sofort als ihre „neue große Schwester“ aufgenommen. Es war ein wunderschönes Gefühl, so schnell Vertrauen aufzubauen und eine enge Bindung zu ihnen zu entwickeln. Außerdem habe ich mich von Anfang an sehr wohl in meinem neuen Zuhause gefühlt. Mein Zimmer war gemütlich und ich hatte genügend Rückzugsraum – das hat mir besonders am Anfang sehr geholfen.
Da ich kein Vollzeit-Au-Pair war, sondern als Demi Pair gearbeitet habe, bin ich morgens immer zur Sprachschule gegangen und habe mich nachmittags um meine Gastkinder gekümmert. Für mich war das die perfekte Kombination, da ich Abwechslung hatte und sowohl meine Sprachkenntnisse verbessern als auch wertvolle Erfahrungen in der Kinderbetreuung sammeln konnte. Die Zeit mit den Kindern war oft lustig, manchmal auch herausfordernd, aber vor allem unglaublich lehrreich. Ich habe gelernt, geduldiger zu sein, Verantwortung zu übernehmen und mich auf neue Situationen einzulassen. Die Lehrer an der Sprachschule waren sehr freundlich und engagiert und haben uns viel beigebracht.
Außerdem habe ich dort ein paar richtig gute Freundinnen gefunden, mit denen ich auch außerhalb der Schule viel Zeit verbracht habe. Da wir meist zu viert unterwegs waren, sind wir auch einige Male ausgegangen und haben viele neue, nette Menschen kennengelernt. Das hat mich besonders gefreut, da ich eine sehr soziale Person bin und es mir bei dieser Reise wichtig war, neue Kontakte zu knüpfen. Vor allem wollte ich auch Kontakt zu „Kiwis“ – also den Einwohnern Neuseelands – aufbauen. Zum Glück hat das sehr gut funktioniert, da die Menschen hier unglaublich offen und freundlich sind und man schnell ins Gespräch kommt.
Durch den Mix aus Sprachschule, den Gesprächen mit meiner Gastfamilie und meinen englischsprachigen Freunden hat sich mein Englisch enorm verbessert. Darüber freue ich mich sehr, da ich zu Beginn meiner Reise noch etwas unsicher war und unbedingt selbstbewusster im Sprechen werden wollte. Besonders, weil ich mir vorstellen kann, später etwas mit Englisch zu studieren, war diese Erfahrung für mich sehr wertvoll.
Zeit zum Reisen hatte ich tatsächlich auch, da ich über Weihnachten drei Wochen Schulferien hatte und in dieser Zeit ebenfalls frei von meiner Gastfamilie bekommen habe. Meine zwei Freundinnen und ich hatten somit genügend Zeit, einen Roadtrip über die Nordinsel zu machen. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte. Wir konnten so viel von Neuseeland sehen, atemberaubende Landschaften entdecken und unvergessliche Erinnerungen sammeln – es war einfach magisch.
Abschließend kann ich sagen, dass diese Zeit in Neuseeland mein Leben auf eine ganz besondere Weise bereichert hat. Ich bin über mich hinausgewachsen, habe gelernt, selbstständig zu sein, Verantwortung zu übernehmen und mich in einer völlig neuen Umgebung zurechtzufinden. Vor allem aber habe ich Erinnerungen und Freundschaften fürs Leben gesammelt. Diese Erfahrung als Demi Pair hat mich nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich unglaublich weitergebracht – und ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.
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